Piwik Web Analytik (Vorstellung)

Mit dem kostenlosen Statistiktool Piwik kannst du die Besucherströme auf deiner Website auswerten lassen, ohne, dass du dafür von einem Anbieter abhängig bist und Daten über deine Besucher an diesen senden musst.

Die Vorteile von Piwik

Das klingt doch schon mal gut, oder? Hier habe ich noch einmal alle Gründe aufgelistet, warum sich die Nutzung von Piwik lohnt:

  • Die Daten bleiben bei dir
    Wer Statistiken an fremde Server sendet, der muss verschiedene Datenschutzregelungen beachten. Insbesondere in Deutschland kommen Mehraufwand und Rechtsunsicherheit dazu. Mit Piwik geht das zwar auch nicht ohne (siehe Nachteile), aber es ist meist deutlich einfacher.
  • Piwik ist kostenlos
    Das Tool ist auch noch kostenlos. Was auf jeden Fall dafür spricht es mal auszuprobieren. Ebenso wie die Tatsache, dass es sich um OpenSource, also eine Software mit offengelegtem Quellcode handelt.
  • Keine Abhängigkeit
    Du bist von keinem anderen Anbieter abhängig. Bei anderen Tools bist du zum Teil darauf angewiesen, dass die Dienstleister für eine hohe Verfügbarkeit sorgen und ihren Dienst nicht einstellen, bei Piwik ist das anders. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit auf einen Piwik-Dienstleister zu setzen.
  • Viele Funktionen und nutzerfreundliches Design
    Piwik bringt viele Funktionen mit sich, mit Sicherheit kann Google Analytics noch mehr, doch die wichtigsten Features sind dabei und über das Design kann man auch nicht meckern.
  • Piwik API
    Dank der guten API kann man auch alle möglichen Daten so abfragen (funktioniert so zum Beispiel bei der iPhone App) oder sich gar ein eigenes Piwik-Template basteln.
  • Plugins
    Piwik lässt sich durch viele Plugins ganz simpel um weitere Funktionen erweitern. So hat man nur die Funktionen, die man braucht – schön gemacht.
  • Umfangreiche Tracking-Möglichkeiten
    Mit einer kleinen Änderung im Tracking-Code (ebenfalls im Admin-Panel zu finden), können auch die Nutzer erfasst werden, die JavaScript in ihrem Browser deaktiviert haben. Auch besteht die Möglichkeit bereits existierende Server-Logs zu importieren, so muss gar nicht erst ein JavaScript/HTML-Code in die eigene Webseite implementiert werden.

Nachteile von Piwik

Der Grund warum weiterhin zahlreiche Nutzer auf Google Analytics zurückgreifen, ergibt sich zum Teil aus den Nachteilen von Piwik:

  • Datenschutz: Opt-Out
    Eigentlich ein Vorteil bei Piwik, doch allgemein eher ein Nachteil für Statistiktools: Man muss den Nutzern einen Opt-Out ermöglichen können und das letzte Oktett der IP-Adresse unbrauchbar. Piwik (siehe „Einstellungen“) bringt die richtigen Funktionen dafür mit, um es in Deutschland datenschutzkonform einsetzen zu können (mehr dazu).
  • Schlechtes E-Commerce Tracking
    Vom E-Commerce Tracking von Piwik bin ich eher enttäuscht, denn hier hat man nur geringe Einstellungsmöglichkeiten. Sinnfrei (zumindest für meinen Gebrauch) ist, dass man je Klick ein automatischen Umsatz definieren kann (also z.B. bei Aufruf der URL xy.de/z/ 2 Euro). Naja, manchen hilft es ja eventuell.
  • Aufenthaltsdauer
    Wenn ein Besucher nach einem Seitenaufruf wieder abspringt, erfährt man nicht, wie lange sich der Besucher auf der Seite aufgehalten hat, das ist bei Google Analytics anders.
  • Fehlende Funktionen
    In einigen Bereichen bietet Piwik noch nicht all das, was Google Analytics kann. Die Web Analyse Software wird jedoch kontinuierlich verbessert, sodass diese Lücke wohl nach und nach geschlossen wird.
  • Vergleichbarkeit
    Viele Webmaster verweisen mit der Ablehnung Piwiks auf die bessere Vergleichbarkeit der Daten, denn zur Zeit ist Google Analytics noch beliebter. Doch fraglich ist, inwieweit diese Daten tatsächlich voneinander abweichen. Davon mal abgesehen steigt die Vergleichbarkeit mit einer steigenden Anzahl an Nutzern – das ist bei Piwik derzeit der Fall.
  • Serverlast
    Gerade bei gut besuchten Seiten, hat der Server eine Menge beim Auswerten der Besucher-Logs zu tun. Doch auch hier noch einmal der Hinweis darauf, dass diese Aufgabe an einen (kostenpflichtigen) Dienstleister abgegeben werden kann.

Mein Fazit zu Piwik

Piwik ist ein nettes Tool, welches ich auf allen Seiten standardmäßig einsetze bzw. in Zukunft einsetzen werde. Das Schöne ist, dass man dank API, mit Plugins und/oder den entsprechenden Kenntnissen sein Piwik einfach erweitern kann. So lassen sich auch die Funktionen hinzufügen die einem eventuell fehlen.

Natürlich kann man auch einfach mal nach einem Plugin suchen. Und wer sonst auch auf einige, kleine Funktionen verzichten kann und einen leistungsfähigen Server oder ein eher geringes Trafficaufkommen hat, der sollte Piwik auf jeden Fall mal ausprobieren.

Denn, und das ist der Unterschied zu Google Analytics & Co, Piwik lässt den Nutzern die Wahl. Ob du nun einen eigenen Server verwendest, auf einen Dienstleister zurückgreifst oder es mit deinem Webspace probierst bleibt dir überlassen.

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2 Gedanken zu „Piwik Web Analytik (Vorstellung)“

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