Content Management Systeme (Serie)

Content Management Systeme (CMS) ermöglichen auch unerfahrenen Nutzern auf dem eigenen Webspace (z.B. bei dem Hoster Speicheranbieter*) eine Webseite auf die Beine zu stellen. Die Systeme nehmen dem Nutzer dabei viel Arbeit ab und besitzen in der Regel eine Benutzeroberfläche, die es ermöglicht ohne Kenntnisse von HTML und CSS die Webseite auch durch mehrere Personen zu verwalten.

Gründe für ein CMS

Warum sollte man eigentlich ein CMS nehmen und nicht etwa einen Homepage-Baukasten? Ein CMS bietet viele Vorteile, die ich dir nun im folgenden näher bringen möchte.

  • Unabhängigkeit
    Das CMS wird auf deinem eigenen Webspace gehostet. Dieser kostet zwar etwas, doch halten sich die Kosten in Grenzen und heutzutage kann man schon ab 1€/Monat passende Angebote finden. Sollte ein Anbieter eines Homepage-Baukastens jedoch eines Tages die Pforten schließen oder den Nutzern nervige Werbe-Layer aufdrücken, hast du meistens einfach Pech gehabt. Auf deinem eigenen Webspace kann dir so etwas jedoch nicht so schnell passieren.
  • Einfache Handhabung
    Selbst wenn du nicht viel von HTML, PHP, CSS & Co. verstehst, kannst du mit einem Content Management System eine Webseite erstellen, denn du musst dich hauptsächlich nur um die Inhalte kümmern. Den technischen Teil übernimmt das CMS.
  • Verwaltung durch mehrere Nutzer
    Wer mit mehreren Personen eine Webseite verwaltet, hat es in der Regel weder mit einem Homepage-Baukasten noch mit einer selbstentwickelten, statischen Webseite einfach. Ein CMS ermöglicht die einfache Verwaltung mehrerer Nutzer. Eine schöne Sache, die vieles einfacher machen kann. So können etwa unterschiedliche Berechtigungen festgelegt werden, eine Aufgabenteilung ist damit schnell realisiert.
  • Einfach zu erweitern
    Wenn dir eine Funktion fehlt, gibt es zumeist Erweiterungen (sogenannte Plugins), die genau diese Funktion in das System integrieren. Und solltest du selber ein bisschen Erfahrung haben, kannst auch du Änderungen am Code vornehmen oder ein eigenes Plugin schreiben. Da das CMS auf deinem Server liegt, hast du schließlich auch die volle Kontrolle.
  • Design anpassen
    Der zuvor genannte Punkt trifft auch auf das Design deiner Homepage zu, denn viele CMS bieten eine große Auswahl kostenloser Design-Vorlagen, sogenannter Templates, die zum Teil auch ohne weiterführende Kenntnisse an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können.
  • Zahlreiche Funktionen
    Content Management Systeme bringen eine große Vielfalt an Funktionen mit, auf die du ganz einfach zugreifen kannst. Das gibt es bei Homepage-Baukästen so nicht.

Nachteile eines CMS

Wir sehen also, es gibt viele Gründe ein Content Management System zu verwenden. Der Vollständigkeit halber möchte ich hier jedoch auch die Nachteile auflisten.

  • Aufgrund der vielen Funktionen meist langsamer – es werden mehr Ressourcen benötigt
    Ein Website, die auf ein großes CMS zurückgreift, ist in der Regel langsam. Erst spezielle Caching-Lösungen können diesen Geschwindigkeitsnachteil wett machen. Doch selbst dann bleibt das System überfrachtet mit Funktionen, die nicht jeder Nutzer benötigt. Viele installierte Plugins, verstärken diesen Effekt.
  • Höhere Kosten
    Guter Webspace kostet, das ist eben so. Natürlich kannst du auch auf einen FreeHoster zurückgreifen, dies ist aber nicht empfehlenswert. Warum, dazu mehr in einem späteren Artikel dieser Serie. Da beispielsweise Homepage-Baukästen-Seiten zum Teil gratis zu haben sind, mag dies zunächst als kleiner Nachteil erscheinen.
  • Installation und Wartung
    Jedes System muss für die erste Nutzung vorbereitet werden. Installationsassistenten erleichtern diesen Vorgang, doch auch dann können Wartungsarbeiten anfallen. Je nach Content Management System, übernimmt das System auch die automatischen Updates.

Teile dieser Serie

Hier findest du aller Artikel dieser Serie, die bereits veröffentlicht wurden.

  • CMS [1]: WordPress
    In diesem Artikel geht es um das Blogsystem WordPress, wie du dieses als CMS nutzen kannst und welche Vor- und Nachteile es mit sich bringt.
  • CMS [2]: Joomla!
    Im zweiten Teil der Serie geht es um das Content Management System Joomla! und die Vor- und Nachteile von diesem System.
  • CMS [3]: TYPO3
    TYPO3 schon mal gehört? Wenn du mehr über dieses Content Management System erfahren möchtest, ist dieser Artikel genau das richtige für dich.
  • CMS [4]: Drupal
    Drupal ist in etwa das älteste der getesteten Content Management Systeme, zahlt sich die Erfahrung auch bei den Funktionen und dem Design aus? Das erfährst du im vierten Teil der Serie.
  • CMS [5]: Der CMS Vergleich
    In dem fünften Teil der Content Management System – Serie werden alle Systeme mit ihren Vor- und Nachteilen in einer Tabelle direkt gegenüber gestellt.
  • CMS [6]: CMS für mehrere Benutzer
    Gerade bei Unternehmen und auch generell bei Websites, die von mehreren Nutzern verwaltet werden sollen, spielt die Benutzerverwaltung eine große Rolle.
  • CMS [7]: Templates
    Ohne ein gutes Template ist noch keine Website bekannt geworden. Daher widme ich diesem Thema gleich einen ganzen Artikel um auf CMS Templates genauer einzugehen.
  • CMS [8]: Performance
    Im achten Teil werden wichtige Faktoren für eine gute Performance des Content Management Systems genannt und beschrieben.

9 Gedanken zu „Content Management Systeme (Serie)“

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